kommt die politik jetzt ins brüten?

christina jantz, die tierschutzbeauftragte der spd-bundestagsfraktions im gespräch

frau jantz, ihr positionspapier liest sich wie eine kampfansage und verspricht viele verbesserungen hinsichtlich des schutzes sogenannter nutztiere. zum beispiel fordern sie und ihre partei die abschaffung der nicht-kurativen eingriffe in der tierhaltung – unter anderem das schnäbelkürzen bei hühnern und die betäubungslose kastration von ferkeln. können wir mit einem baldigen verbot rechnen oder setzt auch die spd auf freiwillige vereinbarungen der wirtschaft, wie es zum beispiel beim bundesministerium für ernährung und landwirtschaft der fall ist?

das beschlossene positionspapier der spd-bundestagsfraktion zum tierschutz ist ein beitrag, um die landwirtschaft weiter zu entwickeln und den gesellschaftlichen anforderungen rechnung zu tragen. wir betrachten dabei die bäuerinnen und bauern als unsere partner. wir haben die forderungen formuliert, um gerade das tierwohl in der landwirtschaft zu erhöhen. frei-willige vereinbarungen mit der wirtschaft stoßen hier unseres erachtens an ihre grenzen. wir wollen da, wo es nötig ist, die gesetzlichen grundlagen schaffen. dieses werden wir intensiv mit unserem koalitionspartner cdu/csu diskutieren.

im positionspapier schreiben sie »tiere sind keine wegwerfware«, im bezug auf das töten von sogenannten eintagsküken, männlichen küken, die nach der geburt getötet werden, weil sie keinen wirtschaftlichen nutzen haben. sind tiere denn ware?

tiere sind für mich mitgeschöpfe. sie sind lebewesen, keine ware. kernaussage unseres positionspapieres ist auch, dass sich die haltung der tiere ihren bedürfnissen anpassen muss und nicht die tiere der haltung angepasst werden. (…)

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